Die Zeichnungsnummer ist eine eindeutige Kennung, mit der technische Zeichnungen und zugehörige CAD-Modelle identifiziert werden. Sie dient als Schlüssel, um Dokumente schnell zu finden, im PDM/ERP-System zu verknüpfen und in allen Unternehmensbereichen eindeutig zuzuordnen. Die Zeichnungsnummer ist nicht nur eine interne Ordnungsnummer – sie ist oft die zentrale Referenz für Beschaffung, Fertigung und Service.
Eindeutigkeit – keine Verwechslung zwischen ähnlichen Teilen oder Baugruppen
Rückverfolgbarkeit – Verbindung zu Revision, Änderungsverlauf und Freigabestatus
Datenkonsistenz – in PDM und ERP wird über die Zeichnungsnummer der Artikel gefunden
Kommunikation – Lieferanten, Kunden und interne Abteilungen sprechen dieselbe „Nummernsprache“
Je nach Unternehmen gibt es unterschiedliche Nummernsysteme:
Fortlaufende Nummern
Einfach zu vergeben
Beispiel: 100234
Vorteil: unkompliziert
Nachteil: keine direkte Information im Nummerncode
Strukturierte Nummern
Enthalten Informationen zu Produktgruppe, Baugruppe, Werkstoff oder Projekt
Beispiel: M-2301-045-01 (M = Mechanik, 2301 = Projekt, 045 = Teil, 01 = Ausführung)
Vorteil: Nummer selbst liefert Zusatzinfos
Nachteil: komplexer zu pflegen
Hybridmodelle
Kombination aus laufender Nummer und systematischem Präfix/Suffix
Beispiel: PRJ23-0458
PDM-System
Zeichnungsnummer ist meist Primärschlüssel für die Verwaltung der CAD-Dateien
Verknüpft die Zeichnung mit dem 3D-Modell, der Stückliste und der Revision
Automatische Vergabe kann Tippfehler verhindern
ERP-System
Zeichnungsnummer oft als Artikelnummer oder zusätzliches Feld im Artikelstamm hinterlegt
Nötig, um Bestellungen oder Fertigungsaufträge eindeutig zu referenzieren
Muss mit dem PDM synchronisiert werden, um falsche Zeichnungen in der Fertigung zu verhindern
Bedarf erkennen – neues Teil oder Baugruppe wird benötigt
Nummer anfordern oder automatisch generieren – abhängig von PDM-Konfiguration
Nummer vergeben – idealerweise automatisiert, um Dopplungen zu verhindern
Verknüpfung herstellen – Zeichnungsnummer wird mit Artikel im ERP verknüpft
Freigabeprozess starten – Zeichnung erhält Freigabestatus und Revision
Wer vergibt die Zeichnungsnummer?
→ Konstruktion, oft automatisiert über PDM
Soll die Zeichnungsnummer auch die Artikelnummer sein?
→ Vorteil: Eindeutigkeit; Nachteil: mögliche Änderungen bei Artikelnummern können zu Historienproblemen führen
Was tun, wenn sich die Zeichnungsnummer ändert?
→ Klare Änderungs- und Sperrprozesse, alte Nummer archivieren
Wie vermeiden wir doppelte Nummern?
→ Zentrale Nummernvergabe über PDM, keine manuelle Eingabe
Braucht jedes Normteil eine eigene Zeichnungsnummer?
→ Meist nein – Normteile werden über Herstellerartikelnummern verwaltet
Manuelle Nummernvergabe → Tippfehler und Dopplungen
Inkonsequente Nummernsysteme → erschweren Suche und Zuordnung
Unterschiedliche Nummern in PDM und ERP → führt zu falschen Fertigungsunterlagen
Nummernänderung ohne Historienpflege → erschwert Rückverfolgung
Einheitliches, dokumentiertes Nummernsystem im Unternehmen einführen
Automatische Nummernvergabe im PDM nutzen
Historie von Nummernänderungen pflegen
Zeichnungsnummer früh im Konstruktionsprozess vergeben, um spätere Konflikte zu vermeiden
Die Zeichnungsnummer ist im Maschinenbau ein zentrales Ordnungs- und Kommunikationswerkzeug. Sie verbindet Konstruktionsdaten, Artikelstammdaten und Fertigungsunterlagen zu einer eindeutigen Referenz – und ist damit essenziell für einen reibungslosen Ablauf von der Entwicklung bis zur Auslieferung.
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