Die Strukturstückliste ist die detaillierteste Stücklistenform. Sie zeigt nicht nur, welche Teile in einem Produkt enthalten sind, sondern auch wie sie miteinander verschachtelt sind. Im Sondermaschinen- und Anlagenbau ist sie unverzichtbar, wenn viele Baugruppen, Varianten oder Kundenanforderungen aufeinandertreffen.
Die Stückliste enthält:
Ein Unternehmen konstruiert eine komplette Palettieranlage, bestehend aus mehreren Modulen. Die Strukturstückliste zeigt:
Fertigungsartikel: Palettieranlage Typ PA500
| Ebene | Pos. | Artikel-Nr. | Bezeichnung | Menge |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 10/1 | A1 | Grundgestell | 1 |
| 1 | 20/1 | A2 | Greifmodul GM100 | 1 |
| 2 | 10/1 | B1 | Pneumatikzylinder | 2 |
| 2 | 20/1 | B2 | Greiferbacke | 2 |
| 1 | 30/1 | A3 | Steuerungseinheit | 1 |
Diese Stückliste zeigt, dass das Greifmodul (A2) aus weiteren Teilen besteht – hier: Pneumatikzylinder und Greiferbacken. Diese Hierarchie hilft, Zusammenhänge zu verstehen, Änderungen gezielt durchzuführen und Varianten zu beherrschen.
Die Strukturstückliste ist das Rückgrat anspruchsvoller Maschinenprojekte. Wer im Sondermaschinenbau modular, kundenindividuell und effizient arbeiten will, kommt an ihr nicht vorbei. Sie verbindet Technik, Organisation und Digitalisierung – und wird so zum zentralen Steuerungselement moderner KMU.
Die Stückliste ist eine unverzichtbare Dokumentation im Maschinenbau. Die Wahl der passenden Stücklistenart hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab. Excel-Lösungen sind zu fehleranfällig - spezialisierte PDM- oder ERP-Systeme bieten erhebliche Vorteile, insbesondere bei mehrstufigen Strukturen und komplexen Projekten. Falls Sie eine integrierte Lösung aus ERP und PDM suchen, lassen Sie sich von uns beraten.