Die Mengenstückliste ist die einfachste Form der Stückliste. Sie listet alle Einzelteile und Baugruppen eines Erzeugnisses auf – jedoch ohne deren hierarchische Struktur abzubilden. Sie eignet sich gut zur Schnellerfassung des gesamten Materialbedarfs, ist jedoch für komplexe Baugruppen nur bedingt geeignet.
Die Mengenstückliste enthält:
Dabei werden alle Teile eines Endprodukts zusammengefasst, unabhängig davon, wo sie im Aufbau verbaut sind.
Ein Unternehmen fertigt eine automatische Palettierstation. Die Mengenstückliste könnte so aussehen:
| Pos. | Artikel-Nr. | Bezeichnung | Menge |
|---|---|---|---|
| 10 | A1 | Steuerungseinheit | 1 |
| 20 | A2 | Pneumatikzylinder | 4 |
| 30 | A3 | Greiferbacke | 2 |
| 40 | A4 | Aluminiumprofil 40x40 | 12 |
| 50 | A5 | Näherungssensor | 6 |
| 60 | A6 | Kupplung | 1 |
Die Stückliste zeigt alle benötigten Teile in der Summe, z. B. „6 Näherungssensoren“ – aber nicht, wo genau sie eingesetzt werden. Es ist nicht ersichtlich, ob ein Teil mehrfach in einer Baugruppe steckt oder in unterschiedlichen Modulen verwendet wird.
Die Mengenstückliste eignet sich hervorragend für die schnelle Bedarfsermittlung in einfacheren Projekten oder zur Unterstützung des Einkaufs. Für Konstruktion, Service und Variantenmanagement ist sie jedoch zu oberflächlich.
Die Stückliste ist eine unverzichtbare Dokumentation im Maschinenbau. Die Wahl der passenden Stücklistenart hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab. Excel-Lösungen sind zu fehleranfällig - spezialisierte PDM- oder ERP-Systeme bieten erhebliche Vorteile, insbesondere bei mehrstufigen Strukturen und komplexen Projekten. Falls Sie eine integrierte Lösung aus ERP und PDM suchen, lassen Sie sich von uns beraten.