Die Inventur ist die systematische Bestandsaufnahme aller Vermögenswerte und Schulden eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Im Sondermaschinenbau und Anlagenbau bezieht sich die Inventur in der Praxis vor allem auf Materiallager, Baugruppen, unfertige Erzeugnisse und Betriebsmittel.
Die Inventur dient dazu,
Im Gegensatz zur Serienfertigung ist die Inventur im Sondermaschinen- und Anlagenbau oft komplexer, da:
In modernen ERP-Systemen – wie etwa in erp4cad – kann die Inventur strukturiert über eine spezielle Inventurmaske verwaltet werden. Dort lassen sich neue Inventuren anlegen, bearbeiten und einsehen. Zu jeder Inventur können mehrere Inventurbücher erstellt werden, um die Bestandsaufnahme gezielt zu strukturieren – z. B. nach Lagerorten, Artikelnummern oder Projektkisten.
Jedes Inventurbuch kann als Formular ausgedruckt, gezählt und digital zurückgeführt werden. Die Software erlaubt das gezielte Prüfen, ob die Positionen einen Lagerbestand haben, und stellt beim Füllen sicher, dass nur relevante Artikel berücksichtigt werden.
Nach Durchführung der Zählung werden die Mengen in einer Zählliste erfasst und validiert. Die Buchung eines Inventurbuchs ist erst möglich, wenn alle Positionen – inklusive nicht mehr vorhandener Artikel (Menge = 0) – gezählt wurden. Mehrere Bücher können gemeinsam gebucht werden, sofern sie vollständig erfasst sind.
Diese strukturierte Vorgehensweise unterstützt eine präzise und nachvollziehbare Inventur – auch bei lagerübergreifenden oder projektbezogenen Beständen, wie sie im Sondermaschinenbau typisch sind.
Die Inventur ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 240 HGB) und muss mindestens einmal jährlich durchgeführt werden – unabhängig von Unternehmensgröße oder Branche.
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