Die Baukastenstückliste bildet die erste Ebene eines Erzeugnisses ab – also alle direkt verbauten Teile und Baugruppen. Diese Struktur ist besonders hilfreich, wenn Standardmodule oder Baugruppen mehrfach verwendet werden – eine typische Situation im Sondermaschinenbau.
Die Stückliste enthält:
Ein Sondermaschinenbauer verwendet ein standardisiertes Greifmodul, das in mehreren Maschinentypen eingesetzt wird. Die Baukastenstückliste des Moduls sieht so aus:
Fertigungsartikel: Greifmodul Typ GM100
| Pos. | Artikel-Nr. | Bezeichnung | Menge |
|---|---|---|---|
| 10 | B1 | Pneumatikzylinder | 2 |
| 20 | B2 | Greiferbacke | 2 |
| 30 | B3 | Ventilblock | 1 |
| 40 | B4 | Positionssensor | 2 |
Diese Stückliste zeigt alle Komponenten, die direkt im Greifmodul verbaut sind – ohne weitere Untergliederung. Wird das Modul in einer Maschine verwendet, bezieht sich die übergeordnete Struktur auf dieses fertige Modul als Ganzes.
Die Baukastenstückliste ist das Mittel der Wahl für standardisierte Baugruppen im Sondermaschinenbau. Sie schafft Klarheit auf Modul-Ebene und erleichtert Wiederverwendung und Variantenbildung – besonders wertvoll für KMU mit modularer Produktstrategie.
Die Stückliste ist eine unverzichtbare Dokumentation im Maschinenbau. Die Wahl der passenden Stücklistenart hängt vom jeweiligen Anwendungsfall ab. Excel-Lösungen sind zu fehleranfällig - spezialisierte PDM- oder ERP-Systeme bieten erhebliche Vorteile, insbesondere bei mehrstufigen Strukturen und komplexen Projekten. Falls Sie eine integrierte Lösung aus ERP und PDM suchen, lassen Sie sich von uns beraten.