Unsere ERP-Lösung für den Sondermaschinenbau!
Anders als bei der Serienfertigung steht die endgültige Stückliste bei einer individuell konstruierten Maschine zu Projektbeginn häufig noch nicht fest.
Die Konstruktion entwickelt die Maschine Schritt für Schritt. Gleichzeitig können andere Abteilungen nicht warten, bis die Konstruktion vollständig abgeschlossen ist.
Insbesondere der Einkauf muss frühzeitig aktiv werden, um Lieferzeiten einzuhalten.
So entsteht ein paralleler Prozess:
Die Konstruktion entwickelt und ändert – während der Einkauf bereits beschafft.
Das funktioniert allerdings nur, wenn Änderungen für alle Beteiligten transparent sind.
Viele ERP-Lösungen wurden für Unternehmen entwickelt, die standardisierte Produkte in Serie herstellen.
Dort ändern sich Stücklisten nur selten und der Einkauf beginnt meist erst nach Abschluss der Konstruktion.
In der Projektfertigung sieht die Realität anders aus.
Bereits während der Konstruktion müssen Materialien bestellt, Lieferanten angefragt und Fertigungsschritte geplant werden.
Gleichzeitig ändern sich Stücklisten kontinuierlich durch neue Baugruppen, Mengenanpassungen oder Kundenwünsche.
Ein ERP-System muss diese Veränderungen automatisch nachvollziehen können. Fehlt diese Flexibilität, entstehen doppelte Dateneingaben, Excel-Listen und hoher Abstimmungsaufwand.
Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Die Konstruktion hat für eine Baugruppe ein bestimmtes Bauteil vorgesehen. Der Einkauf hat es bereits angefragt oder bestellt. Während der weiteren Konstruktion stellt sich heraus: Das Bauteil muss geändert werden. Jetzt entstehen wichtige Fragen:
Werden diese Informationen über unterschiedliche Systeme, Excel-Listen, E-Mails oder persönliche Rückfragen ausgetauscht, steigt das Risiko, dass eine Änderung zu spät erkannt wird. Im ungünstigsten Fall wird ein nicht mehr benötigtes Teil geliefert – während das tatsächlich benötigte Bauteil noch gar nicht bestellt wurde.
Konstruktionsänderungen lassen sich bei individuellen Maschinen und Anlagen kaum vollständig vermeiden.
Entscheidend ist deshalb nicht die Frage:
„Wie verhindern wir Änderungen?“
Sondern:
„Wie stellen wir sicher, dass alle betroffenen Abteilungen sofort mit den aktuellen Informationen weiterarbeiten können?“
Genau hier wird die Verbindung zwischen Konstruktion und Einkauf entscheidend.
In vielen Unternehmen entstehen während eines Projekts mehrere Informationsstände.
Die Konstruktion arbeitet mit der CAD- bzw. PDM-Stückliste. Der Einkauf nutzt Daten im ERP oder führt ergänzende Beschaffungslisten. Projektinformationen werden teilweise zusätzlich in Excel gepflegt.
Solange sich nichts ändert, kann dieses Vorgehen funktionieren.
Problematisch wird es, sobald die Konstruktion eine Position verändert.
Dann muss die Information zuverlässig von einem Prozess in den nächsten gelangen.
Geschieht das manuell, entstehen Rückfragen und zusätzlicher Pflegeaufwand – und es besteht die Gefahr, dass Informationen übersehen werden.
erp4cad ist auf die projektorientierten Abläufe im Sondermaschinen- und Anlagenbau ausgerichtet. Dabei wird berücksichtigt, dass eine Stückliste während eines laufenden Projekts nicht statisch ist, sondern wächst und sich verändert.
Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die Projektübersichtsliste (PÜL).
Sie verbindet die Informationen aus der Konstruktion mit den nachfolgenden kaufmännischen Prozessen und schafft eine gemeinsame Arbeitsgrundlage für die beteiligten Abteilungen. Statt getrennte Listen miteinander abzugleichen, können relevante Informationen zu den Positionen zentral betrachtet werden.
So lässt sich beispielsweise erkennen:
Konstruktion und Einkauf können dadurch parallel arbeiten, ohne dass für jeden Arbeitsschritt eine vollständig abgeschlossene Stückliste vorausgesetzt wird.
Besonders relevant ist ein solcher Prozess für Unternehmen, bei denen mehrere dieser Punkte zutreffen:
✓ Sie entwickeln kundenspezifische Maschinen oder Anlagen.
✓ Ihre Projekte entsprechen häufig Losgröße 1 oder kleinen Stückzahlen.
✓ Die Stückliste entsteht schrittweise während der Konstruktion.
✓ Der Einkauf beginnt mit der Beschaffung, bevor die Konstruktion vollständig abgeschlossen ist.
✓ Änderungen während eines laufenden Projekts gehören zum Alltag.
✓ Konstruktion und Einkauf müssen eng zusammenarbeiten.
✓ CAD-/PDM- und ERP-Daten sollen ohne unnötige Mehrfachpflege miteinander verbunden werden.
Treffen mehrere dieser Punkte auf Ihre Abläufe zu? Dann lohnt es sich, genauer zu betrachten, wie Konstruktion und Einkauf bei Ihnen heute mit Änderungen umgehen.
Eine interessante Frage für den eigenen Prozess ist:
Gerade an solchen alltäglichen Situationen zeigt sich, ob ein ERP-System wirklich zu den Abläufen eines Sondermaschinenbauers passt.
Sie möchten wissen, wie dieser Ablauf mit erp4cad funktioniert?
Zeigen Sie uns, wie Konstruktion und Einkauf heute bei Ihnen zusammenarbeiten. Wir zeigen Ihnen anhand Ihres Prozesses, wie Konstruktionsänderungen und die laufende Beschaffung mit erp4cad abgebildet werden können.

Nataša Gödde arbeitet im Marketing der all4cad GmbH und begeistert sich für alles, was Technik verständlich macht. Ob ERP, PDM oder digitale Prozesse - sie verbindet Fachwissen mit Sprache, um komplexe Themen klar und anschaulich zu erklären.
Ihr Herz schlägt für die Stückliste - denn sie zeigt, wie aus vielen Einzelteilen ein Ganzes entsteht.
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